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Jedes SVCN-Mitglied kann an unserer Monatssitzung teilnehmen!

 

Sie findet jeweils am ersten Montag im Monat um 19 Uhr im "Alten Bahnhof" statt.

Nächste Punktspiele 1. Herren (Oberliga)

 

Samstag, 26.08., 15.00 Uhr (Gramkowweg) gegen BU

 

Freitag, 01.09., 20.00 Uhr (auswärts) gegen HSV III

 

Samstag, 09.09., 15.00 Uhr (Gramkowweg) gegen Süderelbe

Nächste Punktspiele 2. Herren (Bezirksliga)

 

Sonntag, 20.08., 10.45 Uhr (auswärts) gegen Eilbek

 

Freitag, 25.08., 19.30 Uhr (Gramkowweg) gegen Börnsen

 

Freitag, 01.09., 19.30 Uhr (auswärts) gegen Voran Ohne 2.

2. Platz bei "Sterne des Sports"

Preisverleihung im Zollenspieker Fährhaus

 

Auf dem Foto sind die anderen Preisträger des SCVM und der Ochsenwerder Schützengesellschaft, sowie die Vertreter der Vierländer Volksbank und die Jury (Stefan Orth und Arne Dornquast).

 

Von den "Blau-weißen-Delfinen" waren dabei: Die "dienstältesten" Kicker Henry Holland (2011), Mika Winkelmann (2010), Leander Wegener (2009) und deren Eltern..

Die "Blau-Weißen-Delfine"

Ein Projekt zur Förderung des Fußballnachwuchses beim SVCN

 



Immer am Dienstag um 16 Uhr wuselt es ganz besonders auf dem Curslack-Neuengammer „Fußballacker“ am Gramkowweg. Wer als Unwissender auf den Sportplatz schaut, denkt an ein großes, etwas chaotisches Durcheinander mit Kindern, Bällen und Spielgeräten… . Doch, wer sich die Mühe macht, einmal einzutauchen in das Geschehen, dem wird schnell klar: Das hier ist ein Treibhaus für Fußballspielfreude, für Fußballleidenschaft, für die Entwicklung und Entdeckung von Fußballtalenten. Hier sorgen erfahrene Gärtnermeister – pardon Fußballtrainer und Betreuer – mit Herzen für Kinder und Fußballsachverstand für gesundes Wachstum beim fußballerischen SVCN Nachwuchs. Ganz hinten auf dem Trainingsplatz hinter dem Tor des Hauptspielfeldes wimmelt es besonders. Hier trainieren die Blau-Weißen-Delfine – der ganz junge Fußballnachwuchs…. Jungen und Mädchen im sogenannten Kindergarten- oder gerade einmal Schulanfängeralter.

 

Die – sagen wir es einmal salopp -  Kindergartensparte im SVCN Fußball gibt es in dieser Form erst seit August 2014. Geleitet und gestaltet wird sie von Torsten Wegener. Er suchte vor nunmehr knapp drei Jahren - kurz nach der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien - für seinen kleinen Sohn nach einer Möglichkeit für den spielerischen und doch auch „professionellen“ Einstieg in den Fußballsport. Da es ein vergleichbares Angebot beim SVCN für die ganz Kleinen noch nicht gab, ergriff er, nach Rücksprache mit dem Verein die Eigeninitiative, textete, druckte und verteilte einen Flyer an Familien mit kleinen, fußballbegeisterten Kindern. Getragen und beflügelt noch vom WM-Gewinn der deutschen Nationalmannschaft begann nach der Sommerpause 2014 das erste Training der Blau-Weißen Delfine mit nur vier Kindern. Die nach der umfangreichen Werbeaktion aufkommenden Zweifel verflogen schnell, denn in der zweiten Woche waren es bereits acht junge Aktive und in Woche drei schon 16 Kinder. Und wenn es heute 3 F-Jugendmannschaften und 1 G-Jugendmannschaft mit rund 70 Spielern und einigen Spielerinnen gibt, dann ist vieles davon zurückzuführen auf das Engagement des Gründers und Machers Torsten Wegener. Mit seinem neuen Konzept legte er den Grundstein für diese Entwicklung. Heute gibt es in den unteren Jugendmannschaften beim SVCN rund ein Drittel mehr Aktive als vor drei Jahren. Doch nicht nur er hat seinen Anteil daran. Denn alleine, dass war dem Familienvater schnell klar, kann diese Arbeit nicht gelingen. Nur durch die Einbindung der Eltern und den Aufbau von stabilen Betreuerstrukturen konnte das erreicht werden. Und so helfen der einst fußball-spielende Großvater, der seinen Enkel zum Training begleitet, mit, ebenso sportlich begeisterte Mütter und Väter. Das ist auch aus einem anderen Grund von Bedeutung, denn nur so lässt sich ein abwechslungsreiches Training organisieren, können Kleingruppen gebildet werden und kommt jeder - auch bereits im Training - oft an den Ball. Wichtig war Torsten Wegener von Anfang an, dass stets mehrere Betreuer und Betreuerinnen zur Verfügung stehen. Gibt es keine Ersatzkräfte, so haben beruflich stark eingebundene Menschen, die gerne auch als Betreuer von Fußballteams arbeiten möchten, besonderen Druck, da es immer wieder Terminzwänge gibt. Die Folge, solche Menschen engagieren sich nicht. Gelingt es dagegen, die Betreuungsaufgaben auf mehrere Schultern zu verteilen und sitzen genügend Betreuer auf der Reservebank ist es einfacher für alle. „Väter, Mütter, Großeltern, die Teamverantwortung und Betreuerfunktionen übernehmen, brauchen heute die Gewissheit und die Flexibilität, dass es bei Termindruck auch andere gibt, die diesen Job machen!“ so Torsten Wegener, „Das Training, die Spiele und die Turniere der Bau-Weißen-Delfine sind eine Gemeinschaftsaufgabe und das Bewusstsein dafür muss stetig wach gehalten werden“. Auch wenn dieses Konzept nicht 100-prozentig umgesetzt werden kann, sind der Leiter, die Betreuer und die sich mit-kümmernden Eltern und Freunde der jungen Delfine mit dem Erreichten mehr als zufrieden. „Es gibt immer wieder Wechsel“, erinnert sich Torsten Wegner, „In der Spitze waren wir 14 Betreuerinnen und Betreuer. 5 haben uns zwischenzeitlich wieder verlassen. Zwei neue sind hinzugekommen. Wandel ist immer! Doch damit das Projekt Blau-Weiße Delfine weiter lebt, ist die Unterstützung und Hilfsbereitschaft von Familienmitgliedern der jungen Aktiven genauso gefragt wie Fair Play und vorbildliches Verhalten rund um das Spielfeld.“

 

Dass der Blau-Weiße Delfin als Maskottchen für den Fußballnachwuchs gewählt wurde, liegt eigentlich auf der Hand. Die Farben des SVCN sind blau und weiß und Delfine sind geschickte, schöne, mutige, verspielte Teamplayer. Sie sind schlau und geben ihren Gegnern schnell zu verstehen, wo es lang geht. Sie verfügen beim Jagen ihrer Beute über eine Echoortung, etwas das - übertragen auf den Fußball - sehr wichtig ist: Denn, wer die Ball- und Mitspielerortung nicht versteht, nicht verinnerlicht, wird kein guter Fußballspieler, wird auch keine Freude und Leidenschaft am mannschaftsorientierten Fußball entwickeln.

Trainiert wird bei den Blau-Weißen-Delfinen wie bei den Großen.  Die wilde Tor-Gier der kleinen Fußballer und Fußballerinnen ist verständlich. Ein Pfiff ertönt: „Vom Tore-Schießen hat hier noch keiner gesprochen!“ Der Trainer Torsten Wegener und seine beiden Assistenten versammeln die jungen Delfine erst einmal im Kreis und das Training wird besprochen. Heute stehen auf dem Programm Technik der Ballannahme und des Ballabgebens, Einwurftraining und das Trippeln mit dem Ball. In routierenden Kleingruppen von jeweils 6 wird das Training absolviert und erst zum Abschluss spielen die 18 Jungen und Mädchen in 6 kleinen Mannschaften mit je drei Spielern auf kleinen Fußballfeldern gegeneinander. Ja, bis zum Torschuss ist es ein weiter Weg, auf dem viel zu beachten ist und schon bei den ganz Kleinen wird klar: Wer Übersicht auf dem Platz behält, die Gegenspieler im Auge hat und die eigenen Mitspieler sieht, der kommt schneller zum Torerfolg. Und es läuft wahrlich nicht immer alles rund. Mancher Junge träumt, er wäre Manuel Neuer und muss erst aus diesem Traum erwachen, um sich auch als Feldspieler zu begreifen, ein besonderes Lernprogramm. Auch Fair-Play, das Nicht-Verletzen und die Fähigkeit sich zu entschuldigen fallen nicht automatisch vom Himmel: Das will und muss geübt, gelernt und verstanden sein, ebenso wie der Respekt vor Trainern und Spielern. Es beginnt mit der ganz einfachen Formel: Nicht alle reden durcheinander, sondern alle hören zu, wenn einer spricht! Alle spielen konzentriert zusammen, beachten die Spielregen und kombinieren gekonnt und auch mit tänzerischem Trippeltalent. Ja, bis zum Torschuss ist es ein langer Weg. Doch auch die Kleinsten spielen bereits wie die ganz großen Vorbilder, deren Trikots sie teilweise tragen. Am Ende des Trainings gibt es eine Abschlussrunde mit Rückmeldungen vom Trainerteam über das, was gut und das, was nicht gut gelaufen ist und woran gearbeitet werden muss. Auch die Ernsthaftigkeit gehört bei allem Spiel, bei allem Spaß, bei aller Ausgelassenheit und Freude mit dazu. Sie ist wichtig, denn auch die Jüngsten wachsen an der herzlichen Ernsthaftigkeit, die man ihnen im Training und im Spiel entgegenbringt. Am Ende des Trainings tümmeln sich die Blau-Weißen Delfine im Kreis zusammen, stapeln die Hände aufeinander und aus dem Fußballmeer am Grankowweg ertönt klar und deutlich: „Wir sind blau! Wir sind weiß! Wir  Delfine sind auf Fußball heiß!“

 

Wer bei den Blau-Weißen Delfinen fußballerisch mittümmeln möchte, sollte nicht zögern und am Dienstag einmal um 16 Uhr zu einem Probetraining gehen. Mitspielen darf jeder Junge, jedes Mädchen zwischen 4 und 7  Jahren. Wie viel Fußballtalent und Freude am Spiel in einem junger Kicker, einer jungen Kickerin steckt, dass zeigt sich erst im tun und ausprobieren und nicht als passiver Zuschauer vor dem Bildschirm. Über medial Konsumiertes lässt sich viel Nachdenken, doch letztlich belebt nur das Erlebte!

 

Klaus Fischer


1. Schriftführer SVCN